Die Seifenoper “Jugendkriminalität” (1/4)
In meinem heutigen Beitrag geht es um ein Thema was immer wieder in den Medien hervor sticht: Die Jugendkriminalität und die Jugendgewalt. Jedoch will ich nicht direkt über das Für und Wider der Bekämpfung dieser Sache diskutieren, sondern viel mehr auf die Ursachen des Problems eingehen.

Als ersten Punkt muss ich anmerken, dass ich meine Informationen aus dem Wissen nehme was jedem zugänglich ist; das schließt sowohl Reportagen, Internet, Bücher und natürlich empirische Daten mit ein. Deshalb sollte meine Thesen und Annahmen nicht eins zu eins auf die Goldwaage legen, sondern sollten sie viel mehr auf die eigentlichen Ursachen hinweisen und anregen etwas mehr über dieses Thema nach zu denken, anstatt es mit stoischer Gleichgültigkeit hinzunehmen mit der Begründung „so was passiert nun mal“ oder „das wird eindeutig übertrieben dargestellt“. Obwohl die Jugendkriminalität rückläufig ist sollte man dennoch nicht davon ausgehen, dass sie in den nächsten Jahren nicht wieder steigen könnte oder das die Probleme mit denen die Jugend bei uns zu kämpfen hat sich einfach in Luft auflösen.
In meinen folgenden Erläuterungen und Darstellungen werde ich vor allem mehr auf die Gewalt ausgehend von Jugendlichen eingehen als mehr auf die Kriminalität an sich. Wie man sicherlich vermuten kann, kann ein solches tief greifendes Problem nicht Monokausal erklärt werden. Deshalb werde ich nach meinen Ansichten nach auf die „drei für mich wichtigsten“ Faktoren eingehen. Jedoch will ich darauf hinweisen, dass sich meine Faktoren ineinander überschneiden und deshalb viele Ansichten sowohl in dem Einen erklärt werden können als auch in dem anderen. Manche Erläuterungen werden auch erst logisch, in dem bestimmte Faktoren im Zusammenspiel gebracht werden. Meine drei Hauptgebiete auf die ich mich „stürzen“ werde sind folgende:
- Der soziale Hintergrund
- Ausmaße des „Drogenkonsums“
- Einfluss der Medien und des Internets
Warum habe ich gerade diese drei gewählt? Oder besser gesagt: was verstehe ich unter den drei Faktoren?
Das Soziale schließt sowohl die Erziehung des Kindes d.h. Umgebung, Familie als auch Umgang mit seinen Eltern sowie Geschwistern ein. Als weiteres wichtiges Kriterium außerdem das Verhalten in seinem sozialem Umfeld der Schule und im Freundeskreis. Dies soll jedoch keine psychologische Analyse werden in dem ich wichtige Grundkriterien aufschlüssle, sondern eher ein Exkurs an bestimmten verallgemeinerten Beispielen.
Der zweite Punkt „Drogenkonsum“ soll sich generell um den Umgang mit „weichen sowie harten“ Drogen beschäftigen. Weiterhin will ich dort um die wichtige Herabsetzung der Hemmschwelle diskutieren und wie der Staat als großer Aufpasser einfach weg schaut und nichts tut.
Im letzten Punkt „Einfluss der Medien“ geht es vielmehr um den Einfluss der Musik, den Filmen sowie den Computerspielen. Ich weiß, dass viele die Meinung vertreten dass Computerspiele nichts mit diesem Thema zu tun haben, jedoch sollte man diese nicht ganz aus dem Kontext entfernen, da ich der Meinung bin, dass sie eine untergeordnete Rolle in diesem ganzen wirren System spielen. Außerdem wird mein Augenmerk sehr stark auf dem zwielichtigen Medium Internet liegen, welches für mich gar nicht mehr von der Entwicklung der Jugend zu trennen ist.
Im Abschluss überlasse ich natürlich jedem Leser seine eigne Meinung – sowie man mir meine Meinung gönnen muss. Ich will mit diesem größten Beitrag niemanden dazu anstiften ein besserer Mensch zu werden, aber ich möchte doch auf einige Probleme in der Entwicklung der Jugend hinweisen und vielleicht einige Leser zum nachdenken anregen. Letztlich bleibt es jedem selbst überlassen wie er mit diesem Thema umgeht.
Ein Gastbeitrag von Daniel Rodich




am 1. März 2010 @ 0:24
Anmerkung: Es folgen noch mehr Teile
Bei denen ich genauer auf das oben erwähnte eingehen werde
am 2. März 2010 @ 17:43
Ich glaube der Hauptgrund ist das Sozialeumfeld. Ich hab mal ein Jahr im Kindergarten gearbeitet und muss sagen, ich war geschockt wie es da mittlerweile zugeht. Da kommt sicher noch einiges auf uns zu. Die Eltern kümmern sich einfach nicht mehr um die Kinder. Beide Elternteile sind arbeiten, die Kinder werden den Tag über in Einrichtungen geschickt und die restliche Zeit sitzen sie vorm Fehrnseher. Ich konnte dort deutlich erkennen, wie die Leistungen der Kinder in den letzten Jahren gesunken ist. Die Kinder können sich kaum mehr konzentrieren und dadurch leidet natürlich die Leistung in der Schule. Das führt zu Frust und letzen Endes zu Gewallt. Ich denk dagegen können vor allem die Eltern was tun, in dem sie sich mehr Zeit für die Kinder nehmen und mal ein Buch vorlesen oder einfach was basteln.