Google kennt mich!

Ich hab mir in der letzten Zeit sehr viel Gedanken darüber gemacht, was eigentlich Google alles über mich weiß. Ausschlaggebend war ein Bericht bei Akte09, der zeigte, wie schnell ein unbekannter viele Informationen über mich herausfinden kann. Durch das “neue” Web 2.0 und deren Communitys entstehen anscheinend große Sicherheitslücken in das Privatleben einer Person. Doch selbst wenn man diesen Communitys fern bleibt, gibt es einen Konzern, der nahezu alles über einen weiß. -Google!

Natürlich kommt es in erster Linie auch darauf an, wie und welche Dienste von Google genutzt werden. Aktuell bin ich bei den Diensten Googlemail, Analytics, Adwords, Adsense, Webmastertools und dem IReader angemeldet. Doch was heißt das für mich? Was weiß denn nun Google über mich?

Adwords

Durch das Marketingportal Adwords hat Google die Möglichkeit meine Marketingstrategien einzusehen. Durch das überweisen der Adwordsgebühren kennt Google ebenfalls meine Kontodaten und weiß bei welcher Bank ich mein Geld verwalte. Weiterhin ist es Google möglich nun zu sehen, welche Webseiten ich verwalte und auf welche ich durch Adwords zusätzlichen Traffic bekommen möchte.

Adsense

Adsense ist praktische eine Weiterführung von Adwords. Neben den Kontodaten und einigen Marketingpunkten kennt Google vorallem alle meine Seiten. Denn es existiert eine genaue Adsense-ID pro Account. So kann Google selbst Whois-gesperrte Seiten auf anderen Servern mit mir in Verbindung bringen. Ich meine, dass ich auch bei der Anmeldung meine Adresse sowie meine Handynummer angeben musste….

Analytics

Analytics ist der letzte Schritt, mit dem Google wirklich alle meine Internetseiten erkennt. Praktisch dazu bekommen Sie gleich das aktuelle Besucherverhalten und alle weiteren Infos meines Traffics geliefert. Sie wissen, woher meine Besucher kommen und erkennen Trends dazu.

Webmastertools

Auch hier erkennt Google wieder den kompletten Umfang meiner Webpräsenzen. Doch durch die WMT bekomme ich von Google auch umfangreiche Auswertungen zu meiner Seite geliefert. Ein nützliches Tool, was wohl nicht viel mehr als meine Webseiten mit mir in Verbindung bringen kann.

Soweit so gut. Noch kennt Google aber keine Informationen aus meinem Privatleben oder? Zwar kann es mir als SEO vielleicht schaden, wenn der Konzern alle meine Seiten mit meiner Person verbinden kann, jedoch weiß Google keine wichtigen Details aus meinem leben, sofern diese nicht auf den Internetseiten stehen.

GoogleMail

Hier kommts! Google weiß alles über meine E-Mails. Woher diese kommen, wohin ich welche verschicke und was dort drin steht. So hat Google auch alle meine Zugangsdaten, welche ich per Email erhalten habe. Sehr erschreckend, da Google so wohl viele Details aus meinem Privatleben kennt. Durch Gmail kann Google mich mitunter auch mit verschiedenen Web 2.0 Communitys wie MySpace, Xing, StudiVZ in Verbindung bringen und so viele Informationen über mich sammeln. Weiterhin kennt Google durch die Kontaktfunktion alle meine Freunde und Verwandte sowie meine Geschäftspartner.

IReader

Durch den Reader weiß Google welche Blogs ich lese und welche Infortmaionen für mich wichtig sind. Meine Interessen sind somit auch kein Geheimnis mehr für Google. Auch wird es so nicht schwer sein, herauszufinden, dass mich das Thema SEO interessiert und das ich vielleicht selber einer bin. Das Google aufgrund von Personen-Details die Webseiten abstraft glaube ich zwar nicht, aber es gibt viele Kritiker, die dies behaupten.

Zwar existiert noch so etwas wie Datenschutz und Google darf vielleicht meine Daten gar nicht verwenden oder meine Mails mitlesen. Doch gerade in der Zeit der vielen Skandale zum Thema Datenschutz zweifle ich daran, dass sich jeder Konzern daran hält.

Diese Zusammenstellung basiert nur auf den Google-Internen Diensten. Was Google über mein Suchverhalten weiß und welche Informationen sie durch Portale wie Youtube über mich erfahren, lasse ich hier mal auߟen vor.

Fazit: Google kennt meinen Namen, meine Adresse, meine Bankdaten, meine Handynummer, meine Intressen, meine Kontakte, meine Emails, und vieles mehr. Google könnte mein bester Freund werden, da der Konzern genau weiß, was ich will!



Ähnliche Beiträge

4 Kommentare bisher »

  1. United20 sagt

    am 12. März 2009 @ 11:43

    Du ich glaub das Thema ist schon viellerlei Hinsicht stark diskutiert wurden und man sollte einfach aufpassen was man so von sich gibt. Vielleicht an den Leitsatz halten: Das Netz vergisst nicht! ^^

  2. OpenYourEyes! sagt

    am 16. März 2009 @ 1:22

    Nicht motzen Alex, sondern einfach mal Alternativen nutzen! Das fängt schon bei der Suchmaschine an. Probier doch mal Yahoo! (http://de.search.yahoo.com <- Minimaloptik wie bei Gurgel!) Jaja, die Suchergebnisse sind nicht so “gut” – wird behauptet. Schwachsinn! Wer definiert denn welche Ergebnisse “gut” sind? Nur weil deine Seite (nur als Beispiel) bei Gurgel auf Platz 1 und bei Yahoo auf Platz 5 ist, ist Gurgel “besser”? Augen auf und nicht nur von einem einzigen Anbieter abhängig machen – nur so kann man sich halbwegs schützen. ;)

  3. Thomas sagt

    am 16. März 2009 @ 18:46

    Finde ich auch krass was man im Netz alles über einen findet, da hilft wohl nur seinen Nachnamen so selten wie möglich zu veröffentlichen.
    Thomas an sich gibt es ja doch ein paar, da geh ich wohl in der Masse unter ;-)

  4. Martin sagt

    am 21. Februar 2010 @ 10:41

    Alternativen? Dreimal kurz gelacht. Selbstverständlich wird jeder andere Anbieter einer ähnlichen Dienstleistung die gleichen Daten sammeln und theoretisch missbrauchen können. Bsp. eMail: Wer einen eMail-Server betreibt, weiß zwangsläufig alles, was über diesen eMail-Server geschieht, d.h. wer wem etwas schickt sowie den Inhalt der eMails. Ob der Betreiber dann Google, DTAG oder Hans Müller heißt, ist relativ irrelevant.

    Die Frage ist, wem vertraust du mehr? Ist die Telekom, mit ihren immer wieder vorkommenden Datenlecks zuverlässiger als z.B. Google, die noch nie durch etwas vergleichbares aufgefallen sind? Ist der Computerfreak um die Ecke vertrauenswürdig?

Hinterlasse einen Kommentar

Name: (erforderlich)

eMail: (erforderlich)

Website:

Kommentar: