Google Street View – Wo bleibt die Privatsphäre?
Mal schnell das Haus des Arbeitgebers googlen, die Geschäftsräume des potentiellen Auftraggebers im Internet anschauen oder einfach nur schauen wie der Bewerber auf den neuen Ausbildungsplatz so lebt. Das alles ist mit der neue Plattform Google Street View, die im Sommer 2010 auch in Deutschland starten soll, kein Problem mehr. Doch wo bleibt hier bitte die Privatsphäre? Gibt es noch so etwas die Datenschutz?

“Der Service gilt einer millionenfachen Verletzung der Privatsphäre”
(Ilse Aigner (CSU), Bundesministerin für Verbraucherschutz)
Was ist Google Street View?
Der Dienst Street View bezeichnet eine fotografische Darstellung der Landschaft und Städte einer Region aus humanistischer Perspektive, die in den Kartendienst Google Maps integriert ist. So kann sich der Nutzer ein originalgetreues Bild der angesteuerten Umgebung machen. So genannte Spy Cars von Google fahren dazu alle möglichen Routen ab und schießen mit einer speziellen Kameratechnik bis zu 30 Bilder pro Sekunde. Diese einzelnen Fotos werden dann später zu einem Panoramabild zusammen gesetzt, womit eine 360°-Ansicht gewährleistet wird.
Google Street View von Grund auf schlecht?
Es gibt viele Befürworter und umso mehr Gegner des Dienstes, doch muss man die Idee und die Umsetzung von Google Street View klar selektieren. Da man heute die Öffnungszeiten des Frisörs genau so wie den Speiseplan des Italieners um die Ecke googlet, war eine solche Funktion im World Wide Web sowieso von vorn herein klar. Das diese nun ausgerechnet von der Datenkrake Google umgesetzt wird ist wahrscheinlich ein Grund warum viele Datenschützer jetzt revoltieren. Doch bringt die neue Funktion in Google Maps auch Vorteile. Ein großes Pro ist zum Beispiel die vorherige Auskunft über ein bestimmtes Gebiet, ohne es real bereisen zu müssen. Dies könnte sich praktischer Weise bei einem geplanten Umzug oder einem anstehenden Urlaub auszahlen.
Was tut Google für den Datenschutz?
Um sich vor den vielen Anfeindungen auf Grund bestehender Datenschutzprobleme zu schützen, beruft sich die Leitung von Google Maps häufig auf den Fakt, dass Gesichter und Nummernschilder der Autos unkenntlich gemacht werden. Doch geschieht dies über ein Computerprogramm, welches schon häufig bewiesen hat, dass die Menschen nicht bis zur Unkenntlichkeit bearbeitet werden. So gab es im vergangenen Jahr auch schon Klagen gegen den Suchmaschinenriesen. Doch auch hier hat sich Google für die Zukunft abgesichert. Aktuell ist es ein leichtes unerwünschtes Bildmaterial in Google Street View zu entfernen. Wie das genau funktioniert, seht ihr hier in einem offiziellen Video:
Sicherlich ist es ein großes Datenschutz-Risiko sämtliche Bilder für jedermann zugänglich zu machen. Das Google mit Street View gegen aktuelle Datenschutzbestimmungen verstoße reicht aber anscheinend nicht aus, um Deutschland vor diesem Dienst zu schützen. Wir werden sehen…
am 21. Mai 2011 @ 13:06
am 25. Februar 2010 @ 19:27
ich hab keinerlei Bedenken gegen Google Street View.. soll man halt sehen, wie ich lebe. na und? ich muss mein Haus nicht verstecken. außerdem sieht man es doch eh nur von der Straße aus.
ob nun Jemand extra her fährt oder den Google-Dienst dafür nutzt ist doch egal.
letzteres ist mir sowieso lieber. so kann er nicht noch einen schritt weiter auf mein Grundstück gehen!
am 25. Februar 2010 @ 20:52
Nabend zusammen,
eins mal kurz vorneweg: Ich bin natürlich ganz klar für Datenschutz. Datenschutz bedeutet für mich dafür zu sorgen, dass bestimmte Daten nicht einer echten Person zugeordnet werden. Finde die ganze Diskussionn um Google Analytics bzw. die Geschichte IPs speichern usw. völlig paradox. Genauso paradox ist es auch dass beim Thema Streetview mal wieder die Alarmglocken angehn. Die Häuser, Strassen, Plätze usw. gibt es doch auch in der Realität, theoretisch gesehen kann man die Strasse, für die man sich interessiert ja auch einfach entlanggehen. Da stehen dann auch keine Datenschützer die einem verbieten die Strasse entlang zu gehen und sich ein Haus von AUSSEN anzugucken. Und wie du schon sagst, für einen Umzug oder einen Urlaub ist das ganze doch super und spart Zeit. Was natürlich nicht heißt, dass ich meinen nächsten Urlaub vorm Rechner bei Street View verbringe
Gruß,
Marcel
am 25. Februar 2010 @ 21:31
Google Street View ist wirklich nicht schlecht. Außerdem werden alle möglichen Nummernschilder, Hausnummern und und und retuschiert. Und wer was dagegen hat, soll sich ma den Google Anwälten Stellen xD
am 25. Februar 2010 @ 21:46
schreib doch stellen groß..
am 28. Februar 2010 @ 20:08
[...] Google Street View und der Datenschutz [...]
am 3. März 2010 @ 14:29
Ich finde Street View gar nicht so schlimm. Da hätte die Vorratsdatenspeicherung ganz andere Dimensionen angenommen!
am 3. März 2010 @ 15:14
ich würde nicht von “hätte” sprechen. die leute in berlin formulieren das gesetz etwas um und ab nächstem monat gehts weiter
am 15. März 2010 @ 16:47
[...] Mrz, 2010 Aktuelle Welt Ganz Deutschland beschwert sich über Google Street View und die damit verbundenen Risiken für den Datenschutz. Das Zweite Deutsche Fernsehen hat aus [...]
am 15. Mai 2010 @ 17:11
Ich hab da auch kein Problem mit solange sie ankündigen, wenn sie in einer Gegend unterwegs sind. Die Steigerung von Street View dürfte aber Google Home View sein. Siehe hierzu das Video unter: http://www.youtube.com/watch?v=gYMGkQTpODY&feature=player_embedded
am 4. Juni 2010 @ 15:24
[...] Mrz, 2010 Aktuelle Welt Ganz Deutschland beschwert sich über Google Street View und die damit verbundenen Risiken für den Datenschutz. Das Zweite Deutsche Fernsehen hat aus [...]
am 16. Juli 2010 @ 2:29
ich weiß nicht warum sich alle aufregen. google filtert gesichter etc. raus und kann weiterhin nur häuser etc. fotografieren, die eh von jeder straße aus sichtbar sind. fährt man also real zu diesem ort, würde man genau das gleiche sehen… wo ist also das problem? nur weils im internet frei zugänglich ist? da sehe ich manche speicherungen von privaten daten als größeres problem an
am 14. August 2010 @ 20:57
Jaja an der Naivität der Menschehit wird unsre Welt noch zu Grunde gehen!
1.Das Ganze ist so paradox. Auf der einen Seite werden überall Überwachungskameras aufgestellt,mit der Begründung der Sicherheit. Auf der anderen Seite wird dein Haus für jeden zugänglich abgelichtet, was z.B. das Leben eines Einbrechern sehr erleichtert.
2.Du lebst in vielleicht nicht der schönsten Gegend in einem herruntergekommenem Haus,was für dich eigentlich kein Problem darstellt.Du bewirbst dich aber irgendwo und dein Arbeitgeber kann problemlos dein Haus finden und dessen Anblick wird bestimmt die Entscheidung beeinflussen.Natürlich kann dein Arbeitgeber sich dein Haus auch so anschauen,MACHT ER ABER NICHT.
3.SUPER du kannst dir dein Urlaubsziel schon vorher anschaun.Wo bleibt dann die Spannung?die Überraschung?die Enttäuschung?die Erleichterrung?überhaupt ein Gefühl?!
Oder du gehst am besten gar nicht mehr in den Urlaub.Kannst dir die Orte ja im Internet anschaun.
Ziel ist doch alles nur noch virtuell zu erleben,aber das virtuelle Leben ist nun mal kein Leben.In der Zeit kannst du auch schlafen und erlebst mehr Gefühl!
Bitte öffnet eure Augen und geht nicht so naiv durch die Welt.